Über uns
Warum rudern?
Sitzen nicht viele von uns zu lange am Schreibtisch? Bewegen wir uns zu wenig?
Haben wir zu wenig Spaß und sind wir zu selten draußen? All das können wir ändern. Unsere Landschaft bietet für alles Alternativen. Mit Wasserorten sind die Oderbrücher und die Bewohner des Barnim vertraut. Die Vorfahren lebten Jahrhunderte vom und mit dem Fischfang. Ruderboote waren Teil ihres Lebens. Gleichzeitig waren die regelmäßig überflutenden Gewässer eine Gefahr für Leib und Leben. Auch nach und mit der fortschreitenden Trockenlegung sowie der Gewinnung von Kultur- und Siedlungsland blieben und bleiben die Gewässer präsent. Eher selten ausgeübte Sportarten wie Beachvolleyball oder Skispringen sind vielen vertraut. Angelsport und Kajakfahrten kennt jeder. Aber wer kennt die Besonderheiten des Sportruderns? Die Achter der DDR und der BRD waren und sind international präsent; häufig holten sie olympisches Gold sowie über 30 Europa- und Weltmeistertitel. Aber sonst? Rudern macht vor allem einfach Spaß: Spaß an der Bewegung, an der frischen Luft, auf dem Wasser, in wunderschöner Landschaft, ohne Lärm und Benzindunst. Wir werden also nicht in erster Linie wettkampforientiert sein (vorerst?) und uns den Deutschland-Achter eher im Fernsehen ansehen.
Jedermann an jedem Ort - einmal in der Woche Sport
Rudern ist besonders gesundheitsförderlich. Sämtliche Muskelgruppen werden gleichzeitig trainiert. Die Bewegung umfasst die Bein-, Schulter- und Armmuskulatur sowie alle Rumpfbeuger und -strecker. Das notwendige Wasser garantiert den Aufenthalt in sauberer Luft. Durch den schmalen Bau der Boote wird der Gleichgewichtssinn geschult, durch die Aufmerksamkeit beim Manövrieren auch die anderen Sinne. Die häufigsten Bootstypen sind Zweier und Vierer. Eine optimale Fortbewegung ist erreichbar, wenn eine gleichzeitige und gleichmäßige Bewegung aller Beteiligten erfolgt. Insofern trainiert Rudern nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Achtsamkeit. Die Boote erfordern eine komplexe Technik; das Bootsmaterial wie Holz, Metall und Kunstfasern verlangt die Kenntnis ihrer Eigenschaften.
Wegen ihrer Abmessungen – einer Breite von maximal einem Meter und einer Länge von bis zu 17 Metern sowie bis zu zweieinhalb Meter langen Rudern – können Ruderboote bei voller Auslage nur auf breiteren Gewässern fahren. Vor unserem Steg in Liepe liegen zwölf Kilometer Wasser ohne Hindernisse: Die Bundeswasserstraße, auf der wir rudern, führt von Niederfinow über Oderberg bis Hohensaaten. Aber natürlich haben wir auch die angrenzenden Gewässer im Blick: die Strom-Oder und den Oder-Havel-Kanal Richtung Eberswalde. Schilfbewachsene und ufernahe Zonen bleiben ausgeschlossen. Wir wollen die Natur nicht stören. Dort können die Ruderblätter auch nicht störungsfrei eintauchen. Wir bleiben den Brutstätten der Vogelwelt und pflanzenbewachsenen Wasserzonen fern. Für den Angelsport wie auch für das Baden vom Boot aus sind Sportruderboote eher ungeeignet. Eine Ausstattung mit Motoren ist ausgeschlossen; sie können nur mit Muskelkraft bewegt werden. Zu den etwa 35 Brandenburger Rudervereinen stoßen wir als erste Neugründung der letzten Jahrzehnte hinzu und wollen in unserer Region eine sportliche und auch gesellschaftliche Lücke schließen. Rudern hat zudem eine kommunikative Seite.
Mitmachen
Für Ruderanfänger ist der Einsteigerkurs verpflichtend.
Für langjährige, versierte Ruderer gilt:
Kommen Sie einfach während der Trainingszeiten vorbei.
Sie finden uns in Liepe am Wasser. Bitte melden Sie Ihr Kommen an unter:
Wer sind wir?
Am 6. Juni 2021 haben wir, die Ruderfreunde Barnim-Oderland e. V., uns als Verein gegründet. Wenige Boote sind bereits vorhanden. Die Unterbringung nahe am Wasser des Lieper Sees wird geregelt. Interessenten (Ruderer und Anfänger) sind willkommen. Wir sind eine Gruppe von Menschen, die an Flüssen und Seen unserer Republik jeweils schon viele Jahre in Ruderbooten unterwegs waren – und auch einige, die zum ersten Mal das Element Wasser erkunden wollen. Vor einiger Zeit und aus sehr unterschiedlichen Gründen sind wir alle hierhergekommen – in die weiten Ebenen, freundlichen Hügel und klaren Wasserwelten des Barnim sowie des mittleren und niederen Oderbruchs. Trotz der breiten Wasserwege am Lieper und Oderberger See, der wenig befahrenen Wasserstraße des Oder-Havel-Kanals sowie der Wriezener Alten Oder fanden wir keine Rudergelegenheit im Raum zwischen Schwedt, Frankfurt (Oder), Rüdersdorf und Berlin. Deshalb haben wir uns neu gegründet.
